Nominiert für die männliche Mannschaft des Jahres 2011: Gehörlosen-Basketballer des GSV Osnabrück
Während der Ausübung ihres Sports dürfen die Gehörlosen-Basketballer keine Hörgeräte tragen, daher spielen exakt eingeübte Spielzüge und deutliche Gesten eine enorm wichtige Rolle. Häufig kommt es zu Missverständnissen und unverstandenen Entscheidungen, denn die Pfiffe des Schiedsrichters werden ebenfalls nicht gehört. Da es nur eine geringe Anzahl an Vereinen gibt, die Gehörlosen-Basketball anbieten kommt auch kein Ligabetrieb zustande, deshalb halten sich die Spieler gegen Höhrende fit. Bei den Deutschen Meisterschaften hingegen treten die Basketballer des GSV Osnabrück regelmäßig und häufig erfolgreich gegen Ihresgleichen an. Im letzten Jahr klappt es bei den Gehörlosen-Basketballern des GSV noch mit dem 12. Sieg bei den deutschen Pokalmeisterschaften der Gehörlosen in Würzburg, in diesem Oktober reichte es im Finale gegen GSV Würzburg (63:76) "NUR" zum Vize-Rang (die zweite Mannschaft erlangte den undankbaren vierten Platz). Schlimm? Keineswegs, denn in diesem Jahr sicherten sich die Erfolgsgaranten des GSV den 16.(!!!) Deutschen Basketball-Meistertitel und damit das Recht als Mannschaft in den deutschen Farben erstmalig beim dritten Eurocup vom 07. bis 11. Dezember in Patras, Griechenland an den Start zu gehen. In den Jahren zuvor ist der Dauerrivale GSV Würzburg in den Genuss gekommen, doch in diesem Frühjahr revanchierten sich die Seriensieger (seit 1993 konnte nur 1996, 2009 und 2010 der DM-Titel nicht gewonnen werden) im Finale im bayerischen Feucht an den Würzburgern mit einem 66:54 Sieg und dem Startrecht am Eurocup. Die Ergebnisse des Turniers lagen aktuell nicht vor, werden aber umgehend nachgereicht. Diese konstant sehr gute Leistung der Gehörlosen des GSV Osnabrück Kristoffer Jansen, Ayhan Alkan, Marc Schwanemeier, Oliver Bardt, Max Hoischen, Marcel Plogmann, Ingo Grothmann, Friedhelm Wobken, Matthew Harrison und Timo Kruckemeyer führt zur Nominierung zur Mannschaft des Jahres 2011.
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